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Kühlschrank kühlt nicht: Ursachen und Lösung

Zuletzt geprüft am · Redaktion 45 Sekunden

Kurz gesagt

Kühlt der Kühlschrank nicht, liegt es oft an Dingen, die du selbst prüfen kannst: Temperatur zu warm eingestellt, Urlaubsmodus an, Tür oder Dichtung undicht, Lüftung zugestellt, Rückseite verstaubt oder Rückwand dick vereist. Im Kühlteil sollten es 4 bis 7 °C sein. Brummt der Kompressor ohne Pause, aber nirgends wird es kalt, oder klickt es nur in Abständen, deutet das auf einen Defekt an Kompressor, Anlaufrelais oder Kältekreislauf hin. Den Kreislauf nie öffnen, er enthält oft brennbares Kältemittel. Das ist ein Fall für den Kundendienst. Eine Reparatur kostet im Schnitt etwa 120 bis 350 €, mit neuem Kompressor mehr.

Das Wichtigste in Zahlen

Richtwert Kühlteil
4–7 °C im mittleren Fach
Fakt · Stiftung Warentest und Siemens nennen 4 °C, das Umweltbundesamt hält 7 °C für ausreichend.
Richtwert Gefrierfach
−18 °C oder kälter
Fakt · Laut Siemens, Stiftung Warentest und Umweltbundesamt.
Zuerst prüfen
Einstellung, Modus, Tür, Lüftung, Standort
Fakt · Diese Punkte nennen Bosch, Liebherr und Siemens in ihren Störungstabellen und Hilfeseiten.
Kosten selbst prüfen
0 €, Thermometer wenige Euro
Schätzung · Prüfen, Reinigen und Abtauen brauchen kein Material.
Reparatur durch Fachbetrieb
ca. 120–350 €
Schätzung · Durchschnitt inkl. Anfahrt laut hausjournal.net (Stand 2022). Mit neuem Kompressor mehr, aktuelle Preise können höher liegen.
Kühlschrank ohne Strom
hält ca. 4–6 Stunden kalt
Fakt · Bei geschlossener Tür, je nach Füllstand und Isolierung, laut Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Nie selbst reparieren
Kältekreislauf, Kompressor, Relais
Fakt · Das Kältemittel R600a ist brennbar. Reparaturen nur durch Fachpersonal (Bosch, Liebherr).

Die Ursachen im Überblick

Ein üblicher Kühlschrank kühlt mit einem Kompressor. Das ist der Motor hinten unten, den du als Brummen hörst. Er pumpt Kältemittel durch einen geschlossenen Rohrkreislauf, den Kältekreislauf, und bringt so die Wärme aus dem Innenraum nach außen. Was du hörst und siehst, grenzt die Ursache deshalb gut ein.

Was du bemerkst, was dahinterstecken kann und ob du es selbst lösen kannst
  • Alles still, Licht und Anzeige aus

    Mögliche Ursache:
    Kein Strom: Stecker, Steckdose oder Sicherung
    Selbst lösbar?:
    Ja
  • Licht an, aber kein Brummen und keine Kühlung

    Mögliche Ursache:
    Ausstellungs- oder Urlaubsmodus, Steuerung hängt
    Selbst lösbar?:
    Modus ja, sonst Kundendienst
  • Brummt, aber das Kühlteil ist nur zu warm

    Mögliche Ursache:
    Einstellung, Tür oder Dichtung, Lüftung, Standort, zu voll
    Selbst lösbar?:
    Ja
  • Brummt ohne Pause, nirgends wird es kalt

    Mögliche Ursache:
    Kältekreislauf, zum Beispiel ein Leck, oder Kompressor
    Selbst lösbar?:
    Nein, Fachbetrieb
  • Gefrierfach kalt, Kühlteil warm

    Mögliche Ursache:
    Urlaubsmodus, zugestellte Luftöffnungen, Lüfter oder Abtautechnik
    Selbst lösbar?:
    Teilweise
  • Klickt in Abständen, brummt aber nicht los

    Mögliche Ursache:
    Kompressor startet nicht: Anlaufrelais, Überlastschutz oder Kompressor
    Selbst lösbar?:
    Nein, Fachbetrieb
  • Rückwand dick vereist

    Mögliche Ursache:
    Tür schließt nicht, Dichtung, warme Speisen, Ablaufloch verstopft
    Selbst lösbar?:
    Ja, abtauen und Ursache beheben

Kühlschrank kühlt nicht mehr richtig oder ist zu warm: Schritt für Schritt prüfen

  1. Strom prüfen. Bleiben Licht und Anzeige dunkel, steck eine Lampe in dieselbe Steckdose. Geht auch sie nicht, schau im Sicherungskasten nach Sicherung und FI-Schalter. Fliegt die Sicherung immer wieder raus, ruf eine Elektrofachkraft.
  2. Modus und Einstellung prüfen. Ein Urlaubs- oder Ausstellungsmodus drosselt die Kühlung oder schaltet sie ab. Schalte ihn laut Anleitung aus. Am Drehregler sind die Zahlen Stufen, keine Grad. In der Regel gilt: höhere Zahl, kälter. Stell eine Stufe kälter ein und miss nach 24 Stunden nach.
  3. Neu starten. Weicht die Temperatur stark von der Einstellung ab, hilft es laut Bosch manchmal, das Gerät 5 Minuten auszuschalten und dann wieder einzuschalten.
  4. Temperatur messen. Leg ein Kühlschrankthermometer ins mittlere Fach und lies es nach einigen Stunden ab. Ziel sind 4 bis 7 °C. Nach dem Einschalten kann es laut Siemens bis zu 12 Stunden dauern, bis das Gerät kalt ist.
  5. Tür und Dichtung prüfen. Öffne die Tür etwa 30 bis 40 cm und lass sie los. Laut Samsung sollte die Tür dann von selbst zufallen, sonst die Stellfüße nachstellen. Für die Dichtung: Taschenlampe einschalten, ins Fach legen, Tür schließen. Siehst du Licht am Rand, ist die Dichtung undicht. Manchmal ist sie nur aus der Nut gerutscht und lässt sich zurückdrücken.
  6. Lüftung und Standort prüfen. Die Wärme von der Rückseite muss abziehen können. Räum Lüftungsgitter frei, bei Unterbaugeräten auch den Sockel. Einbaugeräte brauchen hinten den Luftspalt aus der Montageanleitung. Der Kühlschrank sollte nicht neben Herd, Heizung oder in der Sonne stehen. Welche Raumtemperatur er verträgt, zeigt die Klimaklasse auf dem Typenschild, zum Beispiel N: 16 bis 32 °C.
  7. Rückseite entstauben. Netzstecker ziehen, Gerät vorsichtig vorziehen und das Gitter hinten mit einer weichen Bürste oder dem Staubsauger säubern. Samsung rät zu ein- bis zweimal im Jahr. Bei Einbaugeräten kommst du an die Rückseite oft nicht heran. Dann säuberst du nur die Lüftungsgitter.
  8. Richtig einräumen. Warme Speisen erst abkühlen lassen. Nichts direkt an die Rückwand stellen und die Luftöffnungen innen frei lassen. Ein überfülltes Fach kann laut Siemens dazu führen, dass der Kühlschrank nicht mehr richtig kühlt.
  9. Hinhören. Hör ein, zwei Minuten hinten unten hin: Brummt es, klickt es nur oder ist alles still? Damit findest du unten den passenden Abschnitt.

Kühlschrank brummt, kühlt aber nicht

Brummen an sich ist normal. Es kommt vom Kompressor, der gerade kühlt. Manche Geräte haben einen Kompressor, der seine Drehzahl anpasst. Er brummt laut Siemens mitunter stundenlang oder dauerhaft, auch das ist normal. Surrt es und verstummt das Geräusch, sobald du die Tür öffnest, ist es der Lüfter.

Ist es nur etwas zu warm, geh die Prüfung oben durch: Einstellung, Tür, Lüftung und Rückseite.

Läuft der Kompressor ohne Pause, aber weder Kühlteil noch Gefrierfach werden kalt, deutet das auf einen technischen Defekt hin. Im Kältekreislauf kann Kältemittel fehlen, etwa durch ein Leck, oder der Kompressor arbeitet nicht mehr richtig. Laut iFixit läuft der Kompressor bei einem Leck wahrscheinlich ununterbrochen. Das kann nur ein Fachbetrieb prüfen, und es kann auch bedeuten, dass sich nur noch ein neues Gerät lohnt.

Gerade umgezogen? Beim Transport kann sich laut Bosch Öl aus dem Kompressor im Kältesystem verlagern. Deshalb nach dem Aufstellen mindestens eine Stunde warten, nach liegendem Transport je nach Modell 1 bis 24 Stunden (laut Siemens). Hast du ihn sofort eingeschaltet, zieh den Stecker, lass ihn aufrecht stehen und schalte ihn nach der Wartezeit wieder ein.

Gefrierfach kalt, Kühlteil warm

Bleibt das Gefrierfach kalt, arbeitet die Kühlung grundsätzlich noch. Dann lohnt der Blick darauf, wie die Kälte ins Kühlteil kommt und wie das Gerät eingestellt ist.

  • Urlaubsmodus: Laut Samsung kann er der Grund sein, wenn das Gefrieren klappt, das Kühlen aber nicht. In der Regel zeigt ein Symbol im Display ihn an. Schalte ihn aus.
  • Luftöffnungen zugestellt: Bei manchen Kombigeräten entsteht die Kälte im Gefrierteil, und ein Lüfter bläst sie durch Öffnungen ins Kühlteil. Stehen Packungen davor, kommt im Kühlteil zu wenig an. Räum die Öffnungen frei.
  • Lüfter steht oder ist eingefroren: Fällt dieser Lüfter aus, bleibt laut iFixit das Gefrierfach kalt, während das Kühlteil warm wird. Er kann auch festfrieren, wenn sich dahinter Eis aufbaut.
  • Abtauen als Test: Räum das Gerät leer, zieh den Stecker und lass es mit offenen Türen vollständig abtauen (Anleitung unten bei der vereisten Rückwand). Kühlt das Kühlteil danach wieder, war vermutlich Eis im Spiel. Kommt das Problem später zurück, ist wahrscheinlich der Lüfter oder die Abtautechnik defekt. Das gehört zum Kundendienst.

Umgekehrt, Kühlteil kalt und Gefrierfach taut: Das kann laut Siemens an einer sehr niedrigen Raumtemperatur liegen, etwa im Winter in Garage oder Keller. Prüf die Klimaklasse auf dem Typenschild. Geräte der Klasse SN arbeiten laut Bosch ab 10 °C, die Klassen N, ST und T erst ab 16 °C.

Werden Kühlteil und Gefrierfach warm, obwohl der Kompressor läuft, lies den Abschnitt zum Brummen oben.

Kühlschrank klickt, aber der Kompressor springt nicht an

Ein Klicken ab und zu ist normal. Laut Bosch, Liebherr und Siemens schalten dabei Thermostat, Schalter, Ventile oder Klappen ein und aus.

Klickt es aber hinten unten in regelmäßigen Abständen, ohne dass ein gleichmäßiges Brummen folgt, und wird es innen wärmer, springt der Kompressor vermutlich nicht an. Laut iFixit sind dann vor allem das Anlaufrelais, der Überlastschutz oder der Kompressor selbst verdächtig. Das Anlaufrelais ist ein kleines Schaltteil direkt am Kompressor, das ihm beim Start hilft. Der Überlastschutz schaltet den Kompressor ab, wenn er überlastet ist. Auch die Steuerelektronik kann der Grund sein.

Hier endet das Selbermachen: Diese Teile hängen an der Netzspannung und sitzen direkt am Kompressor. Zieh den Netzstecker, bring die Lebensmittel in Sicherheit und ruf den Kundendienst. Anlaufrelais und Überlastschutz lassen sich laut hausjournal.net häufig noch wirtschaftlich tauschen, ein defekter Kompressor ist deutlich teurer.

Rückwand vereist: normal oder ein Defekt?

Tropfen oder eine dünne Reifschicht an der Rückwand des Kühlteils sind normal, schreiben Liebherr und Siemens. Dort bildet sich Frost, während der Kompressor läuft, und taut in den Pausen von selbst ab. Das Tauwasser läuft über eine Rinne in ein kleines Ablaufloch und verdunstet.

Eine dicke Eisschicht ist dagegen ein Warnzeichen. Das Eis bremst die Kühlung und kostet Strom. Häufige Gründe laut Siemens:

  • Die Tür schließt nicht ganz, weil Flaschen oder Packungen sie aufdrücken.
  • Die Dichtung liegt nicht an oder ist rissig (Taschenlampentest oben).
  • Warme Speisen kamen offen in den Kühlschrank.
  • Lebensmittel berühren die Rückwand.
  • Die Tür wird sehr oft geöffnet und die Temperatur ist sehr kalt eingestellt.
  • Das Ablaufloch ist verstopft. Dann steht oft auch Wasser unten im Kühlteil.

So taust du ab:

  1. Lebensmittel in Kühltaschen mit Kühlakkus oder an einen kühlen Ort bringen.
  2. Gerät ausschalten und den Netzstecker ziehen.
  3. Tür offen lassen und Handtücher unterlegen. Schneller geht es mit einem Topf heißem, nicht kochendem Wasser auf einem Untersetzer im Fach.
  4. Eis von selbst abtauen lassen und nur lose Stücke herausnehmen. Nie mit Messer, Schraubenzieher oder anderen spitzen Gegenständen kratzen. Nimm auch keinen Föhn, keinen Heizlüfter, keinen Dampfreiniger, keine offene Flamme und kein Abtauspray. Spitze Gegenstände können die Rohre mit dem Kältemittel beschädigen.
  5. Tauwasser aufwischen. Das Ablaufloch an der Rückwand vorsichtig mit einem Wattestäbchen frei machen.
  6. Innen trocken reiben, Gerät einschalten und Lebensmittel erst einräumen, wenn es wieder kalt ist.

Was kostet die Reparatur?

Die Prüfungen auf dieser Seite kosten nichts, höchstens ein Thermometer. Geld kostet erst der Fachbetrieb. Die Preise hängen stark von Anbieter, Region und Defekt ab. Die Zahlen sind Richtwerte, keine Angebote.

Richtwerte für eine Kühlschrank-Reparatur in Deutschland
  • Selbst prüfen, einstellen, abtauen

    Kosten:
    0 €
    Grundlage:
    Kein Material nötig
  • Kühlschrankthermometer

    Kosten:
    ca. 3–10 €
    Grundlage:
    Grobe Schätzung, nicht tagesaktuell geprüft
  • Anfahrt mit Kostenvoranschlag, freier Reparaturdienst

    Kosten:
    ca. 20–70 €
    Grundlage:
    hausjournal.net 2022: 20–60 €; ein Dienst im Raum Dortmund nennt ab 69 €
  • Anfahrt und Fehlersuche, Werkskundendienst

    Kosten:
    ca. 80–120 €
    Grundlage:
    hausjournal.net 2022; fällig auch ohne Reparatur
  • Kleinreparatur, zum Beispiel eine Dichtung

    Kosten:
    ca. 110–170 €
    Grundlage:
    Beispiele hausjournal.net 2022: 109 € und 171 € inkl. Anfahrt
  • Aufwendige Reparatur beim Werkskundendienst

    Kosten:
    ca. 400 €
    Grundlage:
    Beispiel hausjournal.net 2022: 396 € mit Anfahrt, Teil und Arbeit
  • Kompressor tauschen

    Kosten:
    oft mehrere hundert Euro
    Grundlage:
    Schätzung: Teil allein 100–200 € laut hausjournal.net 2022, dazu viel Arbeitszeit

Die Angaben von hausjournal.net stammen von 2022. Aktuelle Preise können höher liegen. Hol bei größeren Reparaturen vorher einen Kostenvoranschlag ein.

Lohnt sich das? Das Umweltbundesamt kommt in seiner Vergleichsrechnung zu dem Schluss, dass sich eine Reparatur in den meisten Fällen lohnt. Es rechnet dabei mit 365 € pro Reparatur. Ein neues Gerät ist nur bei sehr hohem Stromverbrauch die bessere Wahl: finanziell etwa ab 360 kWh im Jahr bei einem Kühlschrank und ab 450 kWh bei einer Kühl-Gefrier-Kombination. Den Verbrauch misst du mit einem Energiekosten-Messgerät.

Eine Faustregel von hausjournal.net: Bei Geräten unter fünf Jahren sollte die Reparatur höchstens die Hälfte eines Neugeräts kosten, bei älteren höchstens 20 bis 30 %. Ist das Gerät jünger als zwei Jahre, klär zuerst Gewährleistung oder Herstellergarantie.

Wann du den Fachbetrieb rufen solltest

  • Der Kompressor brummt ohne Pause, aber nirgends wird es kalt.
  • Es klickt in Abständen, der Kompressor läuft nicht an.
  • Das Kühlteil wird nach dem Abtauen wieder warm, obwohl das Gefrierfach kalt bleibt.
  • In einem No-Frost-Gerät bildet sich Eis, obwohl Tür und Dichtung in Ordnung sind.
  • Nach allen Prüfungen ist es nach 24 Stunden immer noch zu warm.
  • Ein Rohr ist beschädigt oder du vermutest ein Leck. Dann kein offenes Feuer, Raum lüften, Stecker ziehen.
  • Es riecht verbrannt, die Sicherung fliegt raus oder das Netzkabel ist beschädigt. Dann Stecker ziehen und nicht wieder einschalten.

Prüf vorher die einfachen Punkte. Findet der Kundendienst nur einen Bedienfehler, zahlst du den Einsatz laut Bosch- und Liebherr-Anleitung auch während der Herstellergarantie selbst. Notier dir Modell- und Seriennummer vom Typenschild innen im Gerät. Das hilft laut Bosch, unnötige Anfahrten zu vermeiden.

Unsicher, was bei dir zutrifft? Beschreib kurz, was du hörst und siehst. Wir fragen gezielt nach und sagen dir, was du selbst prüfen kannst und wann ein Fachbetrieb nötig ist.

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Lebensmittel und richtige Temperatur

Im Kühlteil sollten es 4 bis 7 °C sein, im Gefrierfach −18 °C oder kälter. Stiftung Warentest und Siemens empfehlen 4 °C, das Umweltbundesamt hält 7 °C für ausreichend. Lagerst du rohes Fleisch oder rohen Fisch, bleib bei 4 °C. Stiftung Warentest hält 6 °C nur dann für vertretbar, wenn nichts davon im Kühlschrank liegt.

In Kühlschränken ohne Lüfter ist es laut Siemens meist unten am kältesten, oben und in der Tür am wärmsten. Empfindliches gehört deshalb nach unten, direkt über das Gemüsefach (laut Verbraucherzentrale).

Wenn er nicht mehr kühlt:

  • Tür möglichst geschlossen halten. Bei einem Stromausfall hält ein Kühlschrank die Kälte laut Verbraucherzentrale etwa vier bis sechs Stunden, ein gut gefülltes Gefriergerät oft bis zu 48 Stunden.
  • Über 4 °C vermehren sich Bakterien schneller. Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eierspeisen und fertige Salate zuerst verbrauchen, solange es noch unter 7 °C ist.
  • Empfindliches in eine Kühlbox mit Kühlakkus oder in einen anderen Kühlschrank bringen.
  • Steigt es im Gefrierfach von −18 °C auf −12 °C, ist das laut Bundesinstitut für Risikobewertung noch unbedenklich. Rohe tierische Produkte nach dem Auftauen vollständig durcherhitzen, angetautes Speiseeis wegwerfen.
  • Weißt du nicht, wie warm es wie lange war, oder riecht oder sieht etwas ungewöhnlich aus: lieber wegwerfen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis der Kühlschrank wieder kalt ist?

Nach dem Einschalten kann es laut Siemens bis zu 12 Stunden dauern. Nach einer Änderung der Einstellung rät Liebherr, 24 Stunden zu warten und dann nachzumessen. Räum Lebensmittel erst ein, wenn die Temperatur erreicht ist.

Ist es normal, dass der Kühlschrank stundenlang brummt?

Oft ja. Geräte mit einem Kompressor, der seine Drehzahl anpasst, laufen laut Siemens teils stundenlang oder dauerhaft. Bedenklich ist es erst, wenn er ohne Pause läuft und es trotzdem nicht kalt wird. Dann kann ein Fehler im Kältekreislauf vorliegen, den nur ein Fachbetrieb prüfen sollte.

Kann ich Kältemittel selbst nachfüllen?

Nein. Der Kältekreislauf ist geschlossen und enthält heute meist Isobutan (R600a), ein brennbares Kältemittel. Laut Bosch kann austretendes Kältemittel die Augen verletzen oder sich entzünden. Leck suchen, nachfüllen und Kompressor tauschen gehören in die Hand eines Fachbetriebs. Ob sich das lohnt, hängt von Alter und Stromverbrauch des Geräts ab.

Darf ich den Kühlschrank liegend transportieren?

Am besten transportierst du ihn stehend und nie auf der Vorderseite. Ist Liegen unvermeidbar, beachte die Symbole auf der Verpackung. Danach braucht er Ruhe: Siemens nennt je nach Modell 1 bis 24 Stunden. Nach dem Aufstellen mindestens eine Stunde warten, bevor du ihn einschaltest.

Wie oft sollte ich die Rückseite reinigen?

Samsung rät zu ein- bis zweimal im Jahr. Zieh vorher den Netzstecker und nimm eine weiche Bürste oder den Staubsauger. Laut Bosch vermeidest du mit einer sauberen Rückseite einen erhöhten Stromverbrauch.

Warum steht Wasser unten im Kühlschrank?

Häufig ist das Ablaufloch an der Rückwand verstopft, sodass das Tauwasser nicht abfließen kann. Auch eine Tür, die nicht richtig schließt, kann laut Siemens dazu führen. Nimm die Ablagen davor heraus und mach Rinne und Loch vorsichtig mit einem Wattestäbchen frei (laut Siemens). Bei manchen Geräten ist das Loch nicht zugänglich.

Lohnt sich die Reparatur eines alten Kühlschranks?

In den meisten Fällen ja, sagt das Umweltbundesamt. Ausnahme sind sehr stromhungrige Altgeräte, finanziell etwa ab 360 kWh Jahresverbrauch bei einem Kühlschrank. Miss den Verbrauch mit einem Energiekosten-Messgerät. Ein defekter Kompressor ist dagegen teuer. Bei alten Geräten rechnet sich dann oft ein neues.

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Quellen

Kosten sind Richtwerte für Deutschland und keine Angebote. Werte mit „Schätzung“ beruhen auf üblichen Preisen und Erfahrungswerten; Herstellerangaben deines Geräts gehen immer vor. Bei Gas, Strom und anderen gefährlichen Arbeiten wende dich an einen Fachbetrieb.